Kampfkunst - Fitness - Wellness
Portrait Marco Reicke
Geboren 1974, im westfälischen
Ahlen, hat Marco Reicke sein
Leben den asiatischen
Kampfkünsten verschrieben.
Inspiration durch Kung Fu - Filme
Schon im Alter von 10 Jahren
entdeckte er sein Interesse für
das chinesische Kung Fu.
Inspiriert von Jackie Chan
Filmen machte sich Marco im Haus
der Eltern daran, die in den
Filmen gezeigten Bewegungen
nachzuahmen. Nachdem kaputt
getretene Lichtschalter und
ständiges Herumgehhopse im
Zimmer den Eltern auf die Nerven
ging, einigte man sich darauf,
dass eine Kampfkunstschule her
musste.
Der Anfang war geschafft:
Tae Kwon Do
Von nun an widmete Marco sich dem Studium des koreanischen Tae Kwon Do. Schnell stellten sich die ersten Erfolge beim Training ein. Die Jahre vergingen und der schwarze Gürtel kam. Trotz großer Motivation beim Training und der ersten Meisterstufe bemerkte Marco, dass das Tae Kwon Do nicht wirklich das Richtige für ihn war.
Autodidaktik und Kick-Boxen
Die Liebe zum chinesischen Kung Fu blieb, aber es war kein Trainer in Sicht. Die ersten Techniken wurden also aus Büchern und Videos erlernt. Zwischenzeitlich feierte Marco seinen ersten Sieg auf der deutschen Meisterschaft des Asia Kampfkunst Bundes in Formen sowie im Vollkontakt-Kampf. Für einige Zeit wurde das Ziel Kung Fu aus dem Auge verloren, denn die Kick- und Thai-Box-Welle kam auf.
Endlich Wushu
Nach einigen Turniererfolgen
auf Landes- und Bundesebene
sowie der Prüfungen zum 2. Dan,
beschloss Marco aber dann
endlich sich den chinesischen
Kampfkünsten ganz zu widmen.
Nach einigen Problemen mit
seinem Tae Kwon Do Meister
verliess er die Schule und
trainierte von nun an in den
Räumlichkeiten eines
Fitnessstudios.
Schnell merkte Marco, dass es
nicht so wirklich voran ging
ohne einen fachkundigen Trainer.
Erste Kontakte wurden zum
Wushu-Trainer Earl Blijd in
Holland geknüpft. Hier erlernte
Marco die Grundlagen des
chinesischen Wushu (bei uns
besser bekannt als Shaolin Kung
Fu) und trainierte nun in
regelmässigen Abständen in
Groningen, um sein Wissen über
Wushu zu vermehren. Nach einiger
Zeit begann Marco dann auch
Freunde und Interessenten in
dieser Kampfkunst zu
unterrichten. Aus dieser
freundschaftlichen
Trainingsgemeinschaft sollte
sich später das “Wushu Team
Ahlen” entwickeln. Mittlerweile
wechselte Marco nochmals den
Trainer und trainierte zeitweise
am Wochenende unter dem
renommierten Wushu-Experten Li
Yanlong (seines Zeichens
chinesischer Meister und
Filmdarsteller) in Wolfsburg.
San Shou und Taijiquan
Letzter Punkt der Ausbildung
waren dann die chinesischen
Trainer Ren Jianshe und Ren
Chenggong, die für kurze Zeit in
Dortmund lebten und
unterrichteten (die Gebrüder Ren
leiten das
Jugend-Ausbildungszentrum für
Wushu in der Provinz Henan,
Geburtsort des Shaolin Kung Fu).
Hier holte sich Marco wichtiges
Wissen über Taijiquan, sowie den
chinesischen Vollkontaktkampf
San Shou bzw. Sanda.
Im Wettkampf konnte Marco nun
auf eine erfolgreiche Zeit
hoffen.
Die Zeit der Wettkampf-Erfolge
1996 gewann er die
Weltmeisterschaften der
WUMA-Federation in
Demonstrationen und Waffen sowie
die Weltmeisterschaft der IKKC
(Int. Karate and Kickboxing
Council).
1997 sollte die Erfolgsserie
weitergehen. Auf den
Europameisterschaften der WUMA
war Marco im Kampf, sowie in den
Formen erfolgreich und konnte
zwei Titel nach Hause bringen.
Drei weitere Titel folgten im
gleichen Jahr bei den
Europameisterschaften der IKKC.
Als weiteres Highlight stand
dann noch im Jahr ´97 der Dragon
Cup an, Europas grösstes
Wushuturnier. Hier konnte Marco
die Kategorien Nordfaust und
Säbel für sich entscheiden.
1998 und ´99 folgten dann ein
weiterer WM-Titel bei der WUMA
sowie zwei Europameister auf den
Titelkämpfen der IKKC. Das Jahr
1999 endete mit dem Gewinn der
Combat-Meisterschaften in
Sheffield / GB.
2000 kehrte Marco dem Wettkampf
den Rücken und war von nun an
mit dem
Kampfsportartikel-Hersteller
Kwon auf verschiedenen Messen
wie der Fibo, Ispo, etc.
unterwegs, um Vorführungen zu
geben. Die Zusammenarbeit mit
Kwon führte durch ganz Europa.
Auf Veranstaltungen in
Frankreich, Belgien und England
präsentierte Marco das
chinesische Wushu.
Shows, Fitness &
Thairobic
Im Jahr 2000 kam es zu einer
weiteren prägenden Begegnung.
Marco war mittlerweile auch im
Fitnessbereich aktiv und
versuchte dort sein Wissen zu
erweitern. Mitte des Jahres kam
es zur Kontaktaufnahme mit Beris
Kolakovic, Ausbildungsleiter der
Deutschen Aerobic Akademie im
DSSV e.V.. Durch Unterstützung
von Herrn Kolakovic ergab sich
die Möglichkeit, in grösserem
Rahmen Aufführungen u. a. auf
der ISPO-Sportmesse in München
zu geben. Weiterhin ergaben sich
aus diesem Kontakt die
Möglichkeiten der Mitarbeit in
der Deutschen Aerobic Akademie.
Nach absolvierter Ausbildung
konnte Marco nun als Ausbilder
und Prüfer für die DAA in den
Bereichen Thairobic, Kick Bo und
Thai Yoga arbeiten.
Trainer, Berater und Entwickler
Aktuell arbeitet Marco als Berater und Entwickler in verschiedenen Studios und Verbänden. Dabei legt er sein Augenmerk auf die Entwicklung und Ausbildung des Personals in den Bereichen Gruppenfitness und Trainingsplanung. Weiter ist er als Clubleiter in einer großen INJOY Fitnessanlage im westfälischen Oelde tätig. Mit seinem Teampartner Farhood Dragon betreut Marco nun schon seit einigen Jahren die FIBO in Fragen der Kundenzufriedenheit sowie im Showprogramm. Im Bereich Wushu ist ein Neustart geplant. Die Pläne für ein Ausbildungszentrum von Kindern und Jugendlichen im Wushu und diversen anderen Kampfkünsten, sowie der Verbreitung der chinesischen Kampfkunst hier in Deutschland stehen kurz vor dem Abschluss.